12.02.2016RSS Feed

BfR-Studie bestätigt: Kein Glyphosat in Muttermilch nachweisbar

BfR - Eine vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Auftrag gegebene Studie hat bestätigt, dass in Muttermilch keine Rückstände des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Glyphosat nachweisbar sind. Das BfR beauftragte europaweit renommierte Forschungslabore, zwei unabhängige Analyseverfahren mit hoher Sensitivität zu entwickeln und damit 114 Muttermilchproben aus Niedersachsen und Bayern zu untersuchen. Das Ergebnis zeigt, wie wichtig seriös durchgeführte wissenschaftliche Studien sind, um in der emotional geführten Debatte um Pflanzenschutzmittelrückstände Verbraucherinnen und Verbraucher nicht unnötig zu verunsichern, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Im Juni 2015 berichteten Medien über Befunde von Glyphosat in 16 Muttermilchproben und bezeichneten diese Messergebnisse als sehr besorgniserregend. Das BfR äußerte wisssenschaftliche Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ergebnisse und gab eine eigene Studie in Auftrag, um nachvollziehbare und abgesicherte Ergebnisse zu erzielen. Aufgrund der physikalisch-chemischen Eigenschaften von Glyphosat war kein relevanter Übergang des Wirkstoffes in Muttermilch zu erwarten und, wie bei Kuhmilch, wissenschaftlich auch bisher nicht belegt. Das BfR und die Nationale Stillkommission weisen darauf hin, dass Muttermilch nach wie vor die natürliche und damit beste Nahrung für Säuglinge ist. Mütter sollten sich nicht verunsichern lassen und wie bisher stillen.

Anm. d. Red.: Die Untersuchung, die im Auftrag von Bündnis90/Die Grünen für mediale Aufmerksamkeit gesorgt und viele Mütter verunsichert hatte, war von zahlreichen Experten kritisiert worden. Was aber bedeuten diese aktuellen Untersuchungen für das von Bündnis90/Die Grünen beauftragte Labor? Und was für die immer noch öffentlichen Informationen zu den Untersuchungsergebnissen auf den einschlägigen Internetseiten? Einsicht nirgendwo? Doch. In einer aktuellen Pressemeldung begrüßt Bündnis90/Die Grünen, dass endlich eine offizielle Analysemethode entwickelt wurde, aber nicht ohne weiterhin Bedenken gegen das Herbizid Glyphosat zu äussern. Leider mit einem Hinweis auf eine UBA-Veröffentlichung.

mehr Informationen (BfR)

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