07.03.2016RSS Feed

Auf Niedersachsens Höfen fehlt das Einkommen

L P D - Den Wunsch von Gesellschaft und Politik nach nachhaltig erzeugten Produkten erfüllen unsere Landwirte. Die bäuerlichen Familienbetriebe erwarten aber als Gegenleistung, dass der Nachhaltigkeitsgedanke auch für sie zum Tragen kommt. Für ihr wirtschaftliches Überleben zählt dazu an allererster Stelle ein auskömmlicher Preis. Mit diesen Worten schildert Landvolkvizepräsident Albert Schulte to Brinke die Sorgen, die derzeit fast alle Landwirte betreffen. Die äußerst unbefriedigenden Erzeugerpreise verursachten einen enormen Druck, der die landwirtschaftlichen Familien belaste. Milchvieh- und Schweinehalter kennen jetzt über einen zu langen Zeitraum fast nur die Tendenz nach unten, auch im Ackerbau läuft es nicht richtig rund, verdeutlicht Schulte to Brinke vor Journalisten auf dem Hof der Familie Struß in Barsinghausen-Egestorf und ergänzt: Die finanzielle Situation spitzt sich dramatisch zu, die landwirtschaftlichen Familien bestreiten ihren Lebensunterhalt zurzeit weitgehend über Kredite. Die Verbraucher dagegen profitieren von günstigen Ladenpreisen.

Anm. d. Red.: Einzelne Experten glauben gar, dass Weltmarkt und Nachhaltigkeit nicht zueinander passen. Werner Räpple, Landwirt und Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes e.V. (HLBV) wird auf der Internetseite von "Top agrar" mit den Worten zitiert, dass große Investitionen in die Zukunft, um hohe Standards in den Bereichen Natur-, Umwelt- und Tierschutz zu erfüllen, aufgrund von Liquiditätsengpässen bei den landwirtschaftlichen Betrieben vor der Vernichtung stünden. Eine weitere Überfrachtung der landwirtschaftlichen Produktion mit Checklisten und Fragebögen in den Bereichen Tierschutz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sei daher absolut überflüssig und müsse vom BLHV als unverhältnismäßig abgelehnt werden. Absolut unverständlich ist die Zurückhaltung der Politik, den von Dürre bedrohten Regionen Afrikas jetzt nicht unverzüglich mit Nahrungsmittelhilfen unter die Arme zu greifen. Das würde den europäischen Markt entlasten und den Menschen in Afrika unmittelbar helfen. Sonst bahnt sich eine mit Ansage ab.

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