
Deutsche Genetik ist leistungsfähig! Das zeigte ein Vortrag von
Rita Billich anlässlich einer Gemeinschaftstagung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und der GFS-Genossenschaft zur Förderung der Schweinehaltung eG am 17.01.2008 in Espelkamp.
Die gelernte Krankenschwester und Mutter von zwei Kindern bewirtschaftet gemeinsam mit ihrem Mann einen Ferkelerzeugerbetrieb mit 232 Sauen in Schwerzen, Baden-Württemberg. Auf dem PRRS-freien SPF-Betrieb stehen ausschließlich Hybridsauen der Züchtervereinigung Baden-Württemberg. Mit 12,7 lebend geborenen und 11,9 absetzten Ferkeln je Sau und Jahr, zählt der Betrieb bereits zu den besseren Betrieben. Durch ein ausgefeiltes Hygiene- und Geburtsmanagement konnte der Betrieb seine Ferkelverluste auf 5,4 % senken, so dass letztlich 30,1 Ferkel je Sau und Jahr abgesetzt werden können. Die überzeugte Sauenhalterin hatte zahlreiche \"Tipps für die Ferkelerzeugung\". Darunter auch den, die Geburten intensiv zu überwachen. Dafür wurde z.B. im eigenen Betrieb, innerhalb der Hygieneschleuse, eine Übernachtungsmöglichkeit für den Betriebsleiter eingerichtet. Dieser Familienanschluss der Sauen schlägt mit rd. 925 Stunden Mehrarbeit zu Buche. Im Wirtschaftjahr 06/07 hat sich der Mehraufwand lt. Billich jedoch gelohnt: für die Mehrarbeitsstunde wurden 50 € erzielt.
Der Vortrag wird in einer der nächsten Ausgaben des Landwirtschaftlichen-Wochenblattes Westfalen-Lippe veröffentlicht.